Staatsbankrott: Island brach mit der Kaupthing Bank zusammen. Und wie war das mit den zugesagten Entschädigungen?
Wer kommt als Nächstes? Lettland? England? Tschechien? Werden die Engländer auch bald den Euro haben, während wir dann deren kaputtes Finanzsystem über den Euro mit finanzieren?
So wurden beispielsweise in Kalifornien ab dem 1. Februar 2009 ganz offiziell Steuerrückzahlungen und Zahlungen für Sozialleistungen in Höhe von 3,7 Milliarden Dollar erst mal auf unbestimmte Zeit verschoben.
Ungarn ist hochverschuldet und hat im Oktober 2008 schon mal 20 Milliarden von der IWF, EZB und von der Weltbank bekommen, um einen Staatsbankrott zu verhindern. Dazu kommt eine ungeheuerliche Kreditlast, da über Jahre hinweg Schweizer Franken von Privathaushalten und Unternehmen zu supergünstigen Zinsen geliehen wurden.
Wie krank der Euro ist, sieht man schon daran, dass für 5-jährige Staatsanleihen verschiedene Renditen bestehen. Dabei handelt es sich um eine Währung!
Renditen 5-jähriger Staatsanleihen, Januar 2009:
- Griechenland: 5,5%
- Irland: 4,9%
- Portugal: 4%
- Italien: 3,6%
- Deutschland: 2,3%
Diese Zahlen beweisen, dass wir mit dem Euro schlichtweg eine Schönwetter-Währung haben.
Warum die Unterschiede?
Je höher das Risiko, desto höher die Rendite:
Staaten übernehmen hohe Risiken von angeschlagenen Banken.
Es werden teure Konjunkturpakete auf den Weg gebracht.
Die einzelnen Staaten, die den Euro haben, können die eigene Währung nicht abwerten, um die eigene Konjunktur zu beleben.
Welche Länder werden 2009 nicht genug Geld über Staatsanleihen in den eigenen Haushalt bekommen?
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis Investoren kein Vertrauen mehr weder in den Euro, noch in den Dollar haben. Weil das Geld, welches über die Anleihen in den jeweiligen Staatshaushalt fließt, genutzt wird, um insolvente Banken zu retten. Und wir Investoren sind ja auch nicht dumm!
Sehen Sie mal, welche Länder wie viel in amerikanische Anleihen investiert haben:
China: 681 Milliarden Dollar
Japan: 577 Milliarden Dollar
England: 360 Milliarden Dollar
Karibische Banken: 220 Milliarden Dollar
Öl exportierende Länder: 198 Milliarden Dollar
Brasilien: 129 Milliarden Dollar
Russland: 78 Milliarden Dollar
Luxemburg: 78 Milliarden Dollar
Hongkong: 66 Milliarden Dollar
Schweiz: 63 Milliarden Dollar
Deutschland: 43 Milliarden Dollar
Summe: 3085,9 Milliarden Dollar
(Quelle US-Finanzministerium, Stand: November 2008, Veröffentlichung 16. Januar 2009)
Könnte es sein, dass einige dieser Länder anfangen werden, dem Dollar zu misstrauen?
Die Chinesen haben schon angefangen, den ersten Rückzieher zu machen!
Davos, Januar 2009: Chinas Premier Wen spricht aus, dass es ein sehr sensibles Thema ist, ob China auch weiterhin US-Anleihen kaufen wird.
"This is a very sensitive question and a question that President Barack Obama will want to ask."
Nur um mal die Größenordnung zu zeigen:
1,3 Milliarden Menschen leben in China. 681 Milliarden Dollar an US-Anleihen wurden von den Chinesen gekauft.
681 Milliarden Dollar geteilt durch 1,3 Milliarden Menschen = 523,8 Dollar pro Chinesen.
Mit diesem Geld könnte die chinesische Regierung jedem der 1,3 Milliarden Chinesen 5 Monate lang ein volles durchschnittliches Gehalt zahlen.
28. Januar 2009: Putin warnt davor, den US-Dollar als Reservewährung überzubewerten.
Erfahren Sie mehr über das nächste Problem:
Ab 2009 können viele Banken und Unternehmen nicht mehr gerettet werden, weil kein Geld mehr dafür da ist! Bzw. weil nicht mehr genügend Anleihen gekauft werden.
Doch lassen Sie sich auch weitere Fragen beantworten:
Sind europäische Banken rund 7-mal so gefährdet wie amerikanische Banken?
Sind Ihre Rentenanlagen mit faulen Investments verseucht ohne dass Sie es wissen?
Todesurteil für Renten bei deutschen Lebensversicherern? Sind die Lebensversicherer in Wirklichkeit noch schlimmer dran als die Banken?
welony
cd bedrucken
es ist zu schön um wahr zu sein. Endlich haben wir Aktienanleger wieder einmal einen Tag gehabt, an dem wir uns an steigenden Aktienkursen erfreuen konnten. Und was das für Tagesgewinne waren. Der Dax stieg um +5,07 % und der amerikanische Technologieindex Nasdaq schoss den Vogel mit +7,06 % ab. So darf es ruhig weitergehen. Schön, wenn der Schmerz wenigstens ein Wenig nachlässt.
Der Grund für diesen Aufschwung an den internationalen Börsen ist die Tatsache, dass die amerikanische Citigroup-Bank Gewinne in den ersten beiden Monaten gemeldet hat. Wobei wir uns langsam daran gewöhnt haben, dass Gewinne und Banken eher Antipoden als Teamspieler sind.
Und so darf man sich ruhig einmal die Frage stellen, ob das Schlimmste schon vorüber ist. Ich will da mit einem alten deutschen Sprichwort antworten. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. So dachte ich letzte Woche als es draußen etwas wärmer wurde auch, dass der Frühling sich Bahn bricht. Und ein paar Tage später hatten wir wieder Schnee und Kälte.
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